Iannis Xenakis

 

„Die „innere Korrespondenz“ zwischen Architektur und Musik endet nicht bei dem musikalischen Gebrauch eines für die Architektur entwickelten Maßsystems. In der Partitur zu „Metastasis“ sah Xenakis Tonflächen vor, die durch die Glissandi von Saiteninstrumenten erzeugt werden. In einem Koordinatensystem sind die Glissandi der unterschiedlichen Streichinstrumente als Geraden eingetragen. In der graphischen Darstellung bilden sie sogenannte Regelflächen ab, d.h. Flächen, deren sämtliche Punkte auf innerhalb der gekrümmten Flächen verlaufenden Geraden liegen, wie zum Beispiel die Kegel- oder Zylinder-Mäntel oder die hyperbolischen Paraboloiden. Als Le Corbusier mit dem Entwurf des Philips-Pavillons auf der Brüsseler Weltausstellung von 1958 beauftragt war, schlug Xenakis eine aus solchen Regelflächen gebildete architektonische Komposition vor. Tatsächlich wurde der Pavillon auch realisiert.

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