EIN VERGLEICH

 

Wie werden wir von Klang und Raum geprägt. Wie hören und sehen wir die Welt, und wie werden diese Eindrücke in Musik und Architektur umgesetzt und welche Parallelen zeigen sich auf?
AUGE - OHR
Auge und Ohr stehen im polaren Gegensatz zueinender. Gemeinsam ist beiden, dass sie Rezeptoren für Schwingungen sind. Wir hören sieben Oktaven (im Bereich von 100 bis 20000 Herz). Doch wir sehen nur eine Oktave (die sichtbaren Farben liegen im Raum von 380 bis 760 Billionen Herz).
HÖREN - SEHEN


Pränatales Hören: Akustisch-rhythmische Prägung im Mutterleib durch Sprache, Gang und Herzschlag (72 beats/min)

Der Hörnerv tritt im 6.Monat in die Markscheidenreife ein. Der Gleich-gewichtsnerv als erster bereits im 4. Monat (Tragwerkslehre)

Das Ohr ist passiv, ungerichtet, 360 grad, nicht verschließbar

Zeitlichkeit: Hören ist ein in der Zeit ablaufender Vorgang

Verbunden mit dem für das Emotionale und Affektive zuständige Zwischenhirn

Das Hören informiert uns über die innere Beschaffenheit der Welt, vor allem über das Innenleben unserer Mitmenschen, über ihre Gedanken, Stimmungen und Veränderlichkeiten.

Unbewusst

Fühlen

Innen

Das Ohr ist in jeder Lebenslage funktionstüchtig. Auch im Schlaf oder bei Bewusstlosigkeit.

 

Der Sehnerv erhält seine Markscheiden erst nach der Geburt.

 

Das Auge ist aktiv, gerichtet, verschließbar

 

Der Gesichtssinn kann ein statisches Zustandsbild und einen Bewegungsablauf vermitteln

 

Verbunden mit dem Großhirn (für intelligente Leistungen zuständig)

 

Das Sehen informiert uns über die äußere Beschaffenheit und den "Zustand" der Welt.

Bewusst

Denken

Außen